Organspende & Transplantation
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Transplantationsstatistik für das Jahr 2001 im Vergleich zu 2000 in Deutschland
Zahlen im Jahr 20001. weniger Transplantationen2. leichter, teilweise dramatischer Rückgang bei der Organspende14.000 Patienten warten, aber nur 3.819 Organe konnten im Jahr 2000 übertragen werdenDie Zahl der Transplantationen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Es wurden 3.819 Organe transplantiert, zwei Prozent weniger als im Vorjahr (3.896). Vor allem die Zahl der Herztransplantationen hat abgenommen. Konnten 1999 noch 500 Herzen übertragen werden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 418 (-16 %). Auch die Nierentransplantation war rückläufig: Insgesamt wurden 2.219 Nieren übertragen (1999: 2.275). 1.873 Nieren stammten von verstorbenen, 346 von lebenden Spendern. Damit hat die Nieren-Lebendspende um knapp 9 Prozent abgenommen im Vergleich zum Vorjahr (380). Mehr als verdoppelt hat sich dagegen die Lebendspende von Leberteilen von 41 (1999) auf 90 (2000). Dies erklärt auch den Anstieg der Lebertransplantationen insgesamt von 757 (1999) auf 780 im vergangenen Jahr. Auch die Anzahl der Transplantationen von Lunge und Bauchspeicheldrüse hat zugenommen (1999: 146 und 218, 2000: 158 und 244). Ein Grund für den Rückgang der Transplantationen ist eine leichte Abnahme bei der Organspende. Im Jahr 2000 wurden 1.026 verstorbenen Spendern Organe zur Transplantation entnommen (1999: 1.039). Ein weiterer Grund: Weniger Organe kamen aus den Eurotransplant-Partnerländern Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich und Slowenien sowie anderen Ländern. "Die Krankenhäuser haben mehr mögliche Organspender gemeldet, aber immer mehr Verstorbene kamen aus medizinischen Gründen als Spender nicht in Frage", sagt Prof. Dr. Martin Molzahn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die für die Organisation der Organspende in Deutschland zuständig ist. "Außerdem haben die Angehörigen im vergangenen Jahr eine Organentnahme häufiger abgelehnt." Dennoch ist Molzahn für 2001 zuversichtlich. Eine straffere Organisation der Organspende und eine bessere Einbindung der Krankenhäuser werde in diesem Jahr Wirkung zeigen. Derzeit warten in Deutschland etwa 14.000 schwerkranke Menschen auf ein neues Organ, allein knapp 12.000 auf eine Niere. Etwa ein Drittel der Patienten, die auf eine Leber, eine Lunge oder ein Herz angewiesen sind, sterben, bevor ein Organ zur Verfügung steht. Neu-Isenburg, 30. Januar 2001
1. Transplantationen in Deutschland
Anm.: Damit war ein Rückgang insgesamt von 2,0% und bei den Herzen sogar von 16,4% zu verzeichnen. Ohne die Lebendspende von Organen ist der Rückgang sogar bei 3%.
2. Organspenden in Deutschland
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Statistik 1998 mit Pressemitteilung 1999 hier |
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